Darm

Die wichtigste Voraussetzung für einen gesunden Darm ist eine gesunde Darmflora. Der gesamte Verdauungstrakt ist von der Mundhöhle bis zum After von einer Mikroflora besiedelt. Im Darm ist die Konzentration am höchsten. Sie überzieht das Schleimhautepithel wie ein Biofilm und stellt so eine primäre Barriere für pathogene Keime dar. Sie verhindert die Ausbreitung von schädlichen Bakterien, Pilzen und verhindert das Eindringen von Allergenen durch die Darmwand. Ist dieser Barriere-Mechanismus gestört, kann es zu chronischen Darmentzündungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Dyspepsien, Allergien, Müdigkeit, depressiven Verstimmungen und Leistungsabfall kommen.

Zur Wiederherstellung dieser Barrierefunktion sind eine Darmreinigung, der Aufbau der Darmflora und eine Ernährungstherapie notwendig.

Ein funktionierendes Immunsystem ist von einer intakten Darmflora abhängig.

Phytotherapeutika

Durchfall:
Geriebene Äpfel, pürierte Bananen, gekochte pürierte Karotten mit Salz, Reis-, Hafer-, Weizenschleimsuppe, Kartoffelsuppe.
Die Empfehlung im Akutfall Cola zu trinken ist überholt.

Verstopfung:
Quelldrogen wie Leinsamen und Flohsamen

Blähungen:
Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel, Lavendel, Pfefferminze

Bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind Phytotherapeutika zur begleitenden Therapie geeignet.

Eine akut auftretende Verstopfung, plötzliche Veränderung des Stuhlverhaltens sowie Blut im Stuhl, Schmerzen und Gewichtsverlust müssen schulmedizinisch dringend abgeklärt werden.